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Die nächste Matineé findet statt am 09.11.2019

*Seit der Begründung der ersten Waldorfschule 1919 gehören Monatsfeiern wie selbstverständlich zum Profil der Waldorfpädagogik.

Matinee01Im württembergischen Schulgesetz gab es 1919 eine Regelung, nach der an jedem ersten Montag im Monat schulfrei war. Rudolf Steiner regte an, diesen Tag für eine Schulfeier zu nutzen. Bei ihrer Gestaltung legte er besonderen Wert auf die Berücksichtigung der jahreszeitlichen Stimmung. Die Schüler sollten sich gegenseitig das im Unterricht erarbeitete zeigen. Die nun einmal im Monat stattfindende Zusammenkunft der Schulgemeinschaft wurde Monatsfeier genannt.

Die Monatsfeiern sind seltener geworden, darum auch die Änderung des Namen in Matineé. Ihr ursprüngliches Anliegen, sich gegenseitig wahrzunehmen und Gelerntes lebendig vorzutragen, ist das Gleiche geblieben. Für die 18- bisMatinee05 19-jährigen ist die Monatsfeier eher eine Rückschau, für die ganz Kleinen eine Vorschau. Für die Schüler der Mittelstufe ist sie beides zugleich.

Die Monatsfeier ist in gewissem Sinne das „Herz“ der ganzen Waldorfpädagogik; die Klassen zeigen einander, was sie im Unterricht erarbeitet haben, so dass für den Zuschauer ein lebendiges Bild quer durch alle Altersstufen entsteht.

Als Eltern freut man sich in der Regel, die eigenen Kinder innerhalb ihrer Klasse zu erleben. Gleichzeitig können alle Interessierten aber auch einen Eindruck gewinnen von dem, was an der Schule lebt. Welche Schwerpunkte setzt die Schule, welche Klassen treten auf und welche Fächer sind vertreten?

Für Schüler und Lehrer bildet die interessierte Elternschaft eine nicht zu unterschätzende Hülle, in der sich das Schulleben gedeihlich entwickeln kann.

Matinee02Zuletzt sei noch ein Aspekt erwähnt, der mit der ursprünglichen Intention der Monatsfeier wenig zu tun hat, aber unseren Zeiterfordernissen entspricht. Dadurch, dass fast alle Fächer einen Einblick in ihre pädagogische Arbeit gewähren, stellen Monatsfeiern für die Schule eine besondere Möglichkeit dar, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Der Eintritt ist frei.

*Text von der Freien Waldorfschule Westpfalz Otterberg

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